Vitamin D
11. März 2026
Podcast 118 | Vitamin D – Schlüsselhormon mit großer Wirkung!
Vitamin D – Schlüsselhormon mit großer Wirkung!
Heute gibt uns Paula einen Überblick über Vitamin-D. Angefangen vom Missverständnis, dass Vitamin-D eigentlich kein Vitamin, sondern ein Prohormon ist, bis hin zu Vitamin-D-Mangel und seinen Folgen besprechen wir in der aktuellen Folge die Komplexität dieses Themas. Wann ist eine Supplementierung sinnvoll und wichtig? Warum reicht Sonnenlicht alleine oft nicht aus? Und wie ist das mit Sonnenschutz und Vitamin-D-Aufnahme? All das und mehr erklärt und Paula aus einer ganzheitlichen kPNI-Perspektive. Hör rein und lass die Winterdepression hinter dir!
Was ist Vitamin D eigentlich?
Vitamin D ist streng genommen kein klassisches Vitamin, sondern ein Prohormon. Das bedeutet: Dein Körper kann es selbst herstellen – mithilfe von Sonnenlicht.
Die wichtigste Form für dich ist Vitamin D3 (Cholecalciferol). Es wird in deiner Haut gebildet und anschließend in Leber und Niere in seine aktive Form umgewandelt.
Warum braucht dein Körper Vitamin D?
Vitamin D ist an zahlreichen Prozessen beteiligt:
Knochengesundheit: Es reguliert die Aufnahme von Calcium und Phosphat – entscheidend für stabile Knochen und Zähne.
Immunsystem: Unterstützt deine Abwehrkräfte.
Muskelfunktion: Wichtig für Muskelkraft und Koordination.
Zellteilung: Spielt eine Rolle bei vielen Stoffwechselprozessen.
Stimmung & Wohlbefinden: Ein niedriger Spiegel wird mit gedrückter Stimmung in Verbindung gebracht.
Ohne ausreichend Vitamin D kann dein Körper Calcium nicht effektiv verwerten – selbst wenn du genug davon isst.
Wie wird Vitamin D gebildet?
Der Hauptteil deines Vitamin-D-Bedarfs wird über Sonnenlicht (UVB-Strahlung) gedeckt.
So funktioniert’s:
UVB-Strahlen treffen auf deine Haut.
Dort wird eine Vorstufe von Vitamin D gebildet.
In Leber und Niere entsteht daraus die aktive Form.
Wichtig zu wissen:
Zwischen Oktober und März reicht die Sonneneinstrahlung in vielen Regionen nicht aus.
Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor reduziert die Vitamin-D-Bildung.
Fensterglas blockiert UVB-Strahlen – Sonnenlicht durchs Fenster zählt also nicht.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Vitamin-D-Mangel?
Ein Mangel ist weit verbreitet – besonders betroffen sind:
Menschen, die sich wenig im Freien aufhalten
Personen mit überwiegender Büroarbeit
Ältere Menschen (verminderte Hautproduktion)
Menschen mit dunkler Hautfarbe (mehr Melanin reduziert die Bildung)
Säuglinge
Übergewichtige Personen
Menschen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Darmerkrankungen)
Personen, die aus kulturellen oder religiösen Gründen stark bedeckende Kleidung tragen
Gerade in Mitteleuropa sind viele Menschen im Winter unterversorgt.
Was sind typische Mangelerscheinungen?
Ein Vitamin-D-Mangel bleibt oft lange unbemerkt. Mögliche Symptome sind:
Müdigkeit und Erschöpfung
Muskelschwäche
Häufige Infekte
Stimmungsschwankungen
Knochenschmerzen
Erhöhte Sturzanfälligkeit
Langfristig kann ein schwerer Mangel zu:
Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen)
Rachitis bei Kindern
Erhöhtem Osteoporose-Risiko
führen.
Wie stellt man einen Mangel fest?
Vitamin D wird durch eine Blutuntersuchung bestimmt. Gemessen wird der Wert von 25-OH-Vitamin-D (Calcidiol).
Als grobe Orientierung gelten:
Unter 20 ng/ml → Mangel
20–30 ng/ml → suboptimal
30–50 ng/ml → häufig als optimal angesehen
Lass deinen Wert idealerweise ärztlich bestimmen, bevor du hoch dosiert supplementierst.
Ist Vitamin D in Lebensmitteln enthalten?
Nur in kleinen Mengen.
Vitamin-D-reiche Lebensmittel sind:
Fettiger Fisch (z. B. Lachs, Hering, Makrele)
Leber
Eigelb
Pilze (besonders wenn sie UV-Licht ausgesetzt waren)
Aber: Über die Ernährung allein lässt sich der Bedarf in der Regel kaum decken.
Wie bekommst du genug Vitamin D?
1. Sonne – die wichtigste Quelle
Im Sommer reichen oft:
10–30 Minuten Sonne
Gesicht, Hände und Unterarme unbedeckt
Mehrmals pro Woche
Die genaue Dauer hängt von Hauttyp, Jahreszeit und geografischer Lage ab.
2. Ernährung
Unterstützend sinnvoll – aber meist nicht ausreichend allein.
3. Supplementierung
Gerade im Winter kann sie sehr sinnvoll sein.
Wann ist eine Supplementierung sinnvoll?
Eine Supplementierung kann sinnvoll sein:
Bei nachgewiesenem Mangel
In den Wintermonaten
Bei Risikogruppen
Wenn kaum Sonnenexposition möglich ist
Wichtig dabei:
Nicht dauerhaft hoch dosieren ohne Kontrolle
Am besten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen (Vitamin D ist fettlöslich)
Auf seriöse Dosierungen achten (häufig 800–2000 IE täglich – individuell anpassen)
Zu hohe Dosen über längere Zeit können schädlich sein, da Vitamin D im Körper gespeichert wird.
Vitamin D – klein, aber enorm wichtig
Vitamin D ist entscheidend für Knochen, Immunsystem und Muskeln – und trotzdem sind viele Menschen unterversorgt. Besonders in sonnenarmen Monaten lohnt sich ein Blick auf deinen Vitamin-D-Spiegel.
Mit regelmäßiger Sonne, einer bewussten Ernährung und – falls nötig – einer sinnvollen Supplementierung kannst du viel für deine Gesundheit tun.
Wenn du unsicher bist, lass deinen Wert bestimmen. Dein Körper wird es dir danken – besonders im Winter.

Vitamin-D-Mangel – bekommst du genug vom Sonnenvitamin?
Fühlst du dich oft müde, antriebslos oder wirst ständig krank? Gerade in den Herbst- und Wintermonaten steckt dahinter häufig ein Vitamin-D-Mangel. Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für deine Gesundheit – und trotzdem sind viele Menschen nicht optimal versorgt.
Hier erfährst du, was Vitamin D eigentlich ist, warum du es brauchst und wie du deinen Spiegel im grünen Bereich hältst.
